BFW-Dortmund

Neue Reha-Klinik wird in BFW-Nachbarschaft gebaut

Reha-Klinik
BFW Direktor Christian Vogel (2.v.l.) begrüßt Vertreter der Johannesbad-Gruppe und der Wirtschaftsförderung zur Vorstellung der Klinik-Pläne.

Direkt neben dem Berufsförderungswerk entsteht eine neue Rehabilitationsklinik. Die Johannesbad-Gruppe, Betreiber der Fachklinik Fredeburg, will Therapieplätze für 250 Menschen schaffen. Hier werden Patienten behandelt, die nach einer Suchterkrankung wieder in den Alltag finden sollen. „Diese Menschen haben bereits eine Entgiftung in unseren Kliniken im Sauerland hinter sich“, erklärt Dr. York Dhein, Vorstandvorsitzender der Johannesbad Gruppe. „In der Metropole Dortmund verbessern wir die Therapiesituation und können so direkte Hilfestellung vor Ort leisten.“

Die Johannesbad Fachklinik Fredeburg kooperiert bereits seit 2018 mit dem Berufsförderungswerk Dortmund. Gemeinsam wurde hier eine Dortmunder Adaptionseinrichtung aufgebaut. Auf zwei Etagen im Wohn-heim des BFW ist Platz für 32 Frauen und Männer. Die Suchterkrankten werden hier auf ein Berufsleben außerhalb der Klinik vorbereitet. Sie lernen simple Dinge, wie Aufstehen, Frühstücken und auch Arbeiten, um so ihren Weg zurück in den Alltag zu schaffen. Ist das gelungen, hilft das Berufsförderungswerk den ehemaligen Patienten auch im Job wieder Fuß zu fassen. „Wir übernehmen die Rehabilitanden aus der Adaption und überführen sie in eine berufliche Qualifizierung“, erläutert Christian Vogel, Direktor des Berufsförderungswerkes. „Das soll ihnen den späteren Erfolg in einer stabilen Lebenssituation ermöglichen und bietet außerdem eine Perspektive in einer neuen beruflichen Zukunft.“ Das besondere Konzept der Dortmunder Adaptionseinrichtung hat inzwischen bundesweiten Vorzeigecharakter. „Zusammen mit dem Schwerpunkt der beruflichen (Re-)Integration stellt das Konzept einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Suchtrehabilitation in Deutschland dar“, erklärt Dr. Dieter Geyer, Chefarzt der Johannesbad Fachklinik Fredeburg.

Nun schafft die Johannesbad-Gruppe mit ihrer neuen Reha-Klinik ein zusätzliches Angebot für Abhängigkeitserkrankte. Ein Angebot, das auch die Kommunalpolitik unterstützt. Sascha Hillgeris, zuständiger Be-zirksbürgermeister für den Dortmunder Stadtteil Hacheney sagte bei der Vorstellung der Klinikpläne: „Mit dieser Klinik erweitern wir in Hacheney das wichtige Hilfsangebot für Suchtkranke. Motivierten Patienten erleichtert das den Weg zurück in Beruf und Alltag.“ Der Neubau entsteht auf einem Parkplatz direkt neben dem Berufsförderungswerk. Das BFW wird zukunftsorientiert ein eigenes Parkhaus für seine Teilnehmer und Mitarbeiter bauen; Baubeginn für das BFW-Parkhaus ist für November 2019 geplant. Der Klinik-Neubau soll 2020 starten. Der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe versichert: „Die Zusammenarbeit mit der Kommune ist uns wichtig. Wir stimmen die Planungen für die neue Klinik deshalb eng mit dem Bezirksausschuss und der Stadt Dortmund ab.“ In der neuen Reha-Klinik werden über 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Ende 2022 sollen hier die ersten Patienten behandelt werden. 

Die Vorstellung der Pläne für den Klinik-Neubau hat großes Presse-Echo erzeugt. Ruhr Nachrichten, WAZ, die Hörfunksender WDR2 und Do91.2 und das WDR-Fernsehen, Lokalzeit aus Dortmund, haben darüber berichtet.

Die Deutschen Berufsförderungswerke