BFW-Dortmund

"Chronic Care & Arbeitswelt" am 09.10.2018

Chronische Erkrankungen entwickeln sich zur größten Herausforderung im Gesundheitswesen hochentwickelter Länder.

Die gute Nachricht: durch den Fortschritt in der Medizin können Menschen mit chronischen Erkrankungen länger gut leben und auch arbeiten. Dennoch kommt es im Verlauf einer chronischen Erkrankung bei Arbeitnehmern zu Arbeitsausfällen und je nach Schwere auch zu längerer Arbeitsunfähigkeit. Hier ergeben sich Schnittstellen von Berufsförderung und medizinischer und beruflicher Rehabilitation, die bei weitem nicht so gut organisiert sind, wie es wünschenswert wäre. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind allzu häufig mit sozialrechtlichen Anforderungen und Regularien überfordert, zugleich fehlt es an sektoren- und sozialgesetzbücherübergreifenden Versorgungsmodellen.

Das Berufsförderungswerk Dortmund und MedEcon Ruhr hat eingeladen, die Herausforderungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit oder trotz chronischer Erkrankung zu beleuchten, aber auch die sozialrechtlichen Rahmenbedingungen zu betrachten und eventuell Wege zu identifizieren, Barrieren abzubauen und sozialrechtliche Potenziale auszuschöpfen.

Chronische Erkrankungen und Arbeitswelt werden auch bei dem von MedEcon Ruhr ausgerichteten Chronic Care Congress im Juni 2019 als Thema von Bedeutung sein. Die Veranstaltung fand am 9. Oktober 2018 statt und diente als Auftakt für weiteren Austausch mit praktischen Konsequenzen und politischen Impulsen.

Gemeinsam mit Vertretern von Betroffenenverbänden, Leistungserbringern aus der Rehabilitation sowie Kostenträgern (Renten- und Krankenversicherung) sind wir u.a. folgenden Fragen nachgehen: 

Welche Möglichkeiten gibt es für den Arbeitnehmer, wenn er seinen Arbeitsalltag nicht mehr bewältigen kann? 
Könnten lange Arbeitsunfähigkeitszeiten durch bessere Kooperation sektoren- und trägerübergreifend verkürzt werden? 
Welche Rechte und Pflichten ergeben sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer? 
Wie können und müssen Krankenkassen und Rentenversicherungsträger unterstützen?

 

Die Deutschen Berufsförderungswerke