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11.11.2009

Chancen und Nutzen für Unternehmen

Job-Veranstaltung in Dortmund informierte über Betriebliches Eingliederungsmanagement

Mehr als 270 Unternehmer, Personalverantwortliche, Betriebsräte und Schwerbehindertenvertreter nahmen am 9. November 2009 an der Veranstaltung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und des BFW Dortmund teil, bei der das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) im Fokus stand. Gitta Lampersbach, Abteilungsleiterin der Gruppe Rehabilitation im BMAS, wies darauf hin, Mittel und Wege zu finden, um die Beschäftigungsfähigkeit möglichst bis zum 67. Lebensjahr zu erhalten oder wieder herzustellen. Neben der Prävention, die alle Betriebe angeht, bietet das BEM Unternehmen eine Chance, die demografische Entwicklung bewältigen zu können.

Unternehmer berichteten auf der Tagung über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement. Gerd Kleemeyer von der Gera Chemie in Oberhausen, Chef eines Betriebes mit 12 Mitarbeitern, erläuterte, wie er dank des BEM eine langjährige und kompetente Mitarbeiterin im Betrieb halten konnte, obwohl es wegen ihrer Krankheit erst nicht danach aussah. Bernd Richter von Phoenix Contact in Blomberg stellte unter dem Motto "Gesundheit ist ansteckend!" das Präventionsprogramm des Unternehmens vor und zog das Fazit: "Jeder Euro, der dort investiert wird, zahlt sich mit 1,50 Euro aus."

Dr. vom Stein, Präsident des Arbeitsgerichts in Düsseldorf beleuchtete die rechtliche Seite des Betrieblichen Eingliederungsmanagements, das seit 2004 im SGB IX, § 84, Abs. 2 festgeschrieben ist. Bis heute kennen viele Arbeitgeber und Arbnehmer diese Verpflichtung nicht.

Eine Podiumsdiskussion rundete die Veranstaltung ab. Einhellige Meinung der Beteiligten: "Gesunde Beschäftigte sind ein strategischer Erfolgsfaktor für Unternehmen."

Informationen über Leistungen rund um das Thema gab es für die Besucher in den Pausen an den Ständen der Aussteller, die die Veranstaltung begleiteten.